Adobe Photoshop & Illustrator

Adobe scheint seine Software, v.a. Photoshop & Illustrator speziell danach zu designen, dass man nur nach langjähriger Benutzung damit umgehen kann, und somit als Mitglied eines auserwählten Expertenkreises gilt:

Die Programme halten sich an keinerlei Konventionen gängiger Betriebssysteme, was Design, Layout und Anordnung der Toolbars bzw. -boxen betrifft, sowie deren beinhaltete Elemente.
Und warum muss man um bestimmte Icons in der Toolbar zu erreichen bestimmte Buttons länger gedrückt halten um an bestimmte Icons heranzukommen?? Don’t get it.

Ähnliches gilt für etliche Dialoge, etwa dem völlig überladenen “Voreinstellungen” Dialog. Anstelle von Tabs wird hier eine Dropdown-Box zum Umschalten in versch. Kategorien verwenden, die mit alternativ mit Strg+Ziffer oder mit den Buttons “Vorherige” und “Nächste” aufzurufen sind — vollkommen unüblich und nie gesehen in Nicht-Adobe-Software. Auch dass die einzelnen Subdialoge bereits im Menü Bearbeiten zuvor ansteuerbar sind, ist etwas unnötig redundant.

Wirklich an den Abgrund der Usability gehen allerdings die – vielen! – Funktionen, die über klitzekleine Pfeilchen am Rande der Toolbox-Fenster erreichbar sind – die Menüs die dort auftauchen sind nicht nur recht lang, sondern auch abhängig vom jeweiligen Sub-Tab (hier gibt es plötzlich Tabs!!) im jeweiligen Toolboxfenster. Hier sind nicht unwesentliche Funktionaliäten versteckt (wie etwa versch. Stile), die man nirgends anders als über das Minipfeilchen erreicht.

Auch div. Tastenkürzel sind etwas unorthodox und nicht konform mit gängiger Praxis, ebenso wie der Speichern-Dialog, wo ich noch nie verstanden, wozu die Option “als Kopie” dient, wo ich doch zuvor zwischen “Speichern” und “Speichern unter” wählen kann.

Das Wort “intuitiv” scheint bei Adobe niemand zu kennen. Es gibt wesentlich intuitivere Grafikprogramme, allerdings werden die von Adobe als die “professionellsten” angesehen. Wohl weil “nur für Profis”… :-)

(2.00 von 5 Sternen, Durchschnitt nach 8 Bewertungen)
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7 Kommentare zu “Adobe Photoshop & Illustrator”

  1. Johannes Schmidt sagt:

    Selten so einen Unsinn wie in obigem Text gelesen – Warum gibt es denn wohl eine Ausbildung zum Mediendesigner die vier Jahre dauert? Nicht nur damit man lernt, kreativ zu sein, sondern auch lernt, die Werkzeuge des täglichen Gebrauches einzusetzen. Dafür ist eben Adobe das “Flaggschiff” auf dem Markt, egal ob unter Windows oder am Macintosh. Für den Gelegenheitsfrickler reichen Tools wie iPhoto auch aus. Genausogut könnte man sich darüber aufregen, dass Final Cut Pro oder Adobe Premiere viel mehr Knöpfe hat als iMovie – no na, es sind eben PROFI-Programme. Wer kein Profi ist, muss sich das nötige Wissen eben aneignen – und wenn er keine Geduld dafür hat, dann muss er eben auf Amateursoftware arbeiten, dann aber auch Abstriche beim Leistungsumfang in Kauf nehmen. Also lieber “Unbekannt”: Erst denken, dann meckern!

  2. ein jemand sagt:

    da stimme ich meinem “vorposter” vollkommen zu….
    das sind nun mal professionelle programme, die wenn man sie einmal beherrscht wirklich gut funktionieren.
    für ab und zu benutzer ist die adobe software overkill.
    sonst kann man doch einfach das von ms mitgelieferte mspaint benutzen.
    will man für den privatgebrauch etwas mehr, dann benutzt man am besten freeware http://www.getpaint.net/ oder http://www.gimp.org/
    das genügt leicht und ist noch dazu gratis!
    fazit: nur weil man sich einen taschenrechner installiert, ist man noch lange keine super mathematiker.

  3. Tom L. sagt:

    Es ging in meinem Posting nicht darum zu kritisieren dass die Software aufgrund der vielen Buttons und Funktionen für bestimmte Nutzer ein Overkill ist, sondern um Interaktionsdesign und Usability Prinzipien. Dass eine Ausbildung für ein bestimmtes Werkzeug Jahre dauert ist sicher kein Qualitätskriterium – im Gegenteil, es spricht eindeutig für einen Mangel an Usability und Intuition.
    Und nur weil die Adobe-Software das “Flaggschiff” ist, heißt das noch lange nicht, dass hinter kleinen Pfeilchen Menüs oder sonstige eigenartige Konventionen state-of-the-art sind. Ich wüßte gerne von den Vorpostern ob Ihnen zu intuitiven Benutzeroberflächen nicht bessere Lösungen einfallen. Und ob sie es ok finden würden, wenn in modernen Betriebssystemen jedes einzelne Programm seinen eigenen Öffnen/Speichern usw. Dialoge und Copy/Paste etc. Prozeduren verwenden würde? Ohne gewissen Standards und Konventionen über Programme hinweg wären Mac OS, Windows, Linux & Co. nicht mal annähernd usable, und würden wohl über kurz oder lang von der Bildfläche verschwinden… Und genau um solche Standards und Konventionen ging is in meiner Kritik an Adobe.

  4. Martin sagt:

    Ich muss hier Tom L. absolut zustimmen. Ich arbeite seit mehr als 10 Jahren als sogenannter “Professioneller” mit der Software von Adobe. Sie sprengen zumindest unter Mac OS X alle Tastaturkürzel-Konventionen, die systemweit einheitlich sind, auch in 3rd Party Software gleich sind, aber dann bei Adobe es eben nicht mehr sind.
    Beispiel: Hide Program: Systemweit Befehl-H; bei Adobe Shift-Befehl-H. Warum? Weil Befehl-H Anzeige von Hilfslinien ist… sorry, aber wenn das keine Inkonsistenz mit dem System ist, was dann?
    Hier müssten wirklich verdammt viele Kleinigkeiten korrigiert werden, will man Photoshop oder Illustrator näher an Mac OS X bringen. Dass das nicht passiert, ist auch klar, weil man mit so einer Aktion die ganzen Professionellen, die das über Jahre auswendig gelernt haben, vor den Kopf stoßen würde, da sie dann alles umlernen müssten.
    Von Usability-Seite her bekommt Adobe ein Mangelhaft für solche Aktionen.

    Die Diskussion, wer welche Software für welchen Zweck benötigt, hat damit überhaupt nichts zu tun. Den Hinweis auf Profi-Software finde ich absolut sinnlos, weil gute Profi-Software genauso intuitiv zu bedienen sein sollte wie jede andere Software.

  5. ein jemand sagt:

    also ich arbeite auch seit mitte der 90er mit photoshop…

    zuerstmal zu dem tastenkürzel von martin:
    in illustrator und photoshop (cs4) lassen sich die tastenkürzel über das menü bearbeiten anpassen.

    zum hide befehl kann ich nur sagen, dass das ein osx problem ist. wenn H für hide ein systemweiter befehl sein soll, dann sollte das apple systemweit einführen. vista und 7 sind hier voraus… win+m funkt prima und überall :) .

    und die diskussion welche software für welchen zweck benötigt wird, hat damit schon etwas zu tun, oder bestreitest du dass für einen 3 jährigen oder einen pensionisten paint (ein einfaches zeichnprogramm) besser geeignet wäre als photoshop?
    photoshop macht sich glücklicherweise nicht zur aufgabe dem 1x pro jahr benutzer zu helfen sein bild zu vergrößern. photoshop versucht die tägliche arbeit damit zu erleichtern, zu vereinfachen und schneller zu machen.

    nun zu Tom:
    nein, es ist kein kriterium, dass eine ausbildung für ein tool jahre dauert. was damit gemeint war ist, dass viele druck und web standards beherrscht werden müssen um das programm verstehen zu können. wofür ein farbprofil gut ist und welches man verwenden soll sagt dir keine intuition. was ich meine ist: irgendwo hört die intuition dann auf – und zwar da wo fachwissen anfängt.

    was deine kritik zur steuerung der voreinstellungen betrifft, kann ich nur sagen, dass wenn du wahrscheinlich cs2 oder 3 ansprichst. in der neuen version cs4 haben das das entwickler-team schon geändert. ich hatte bisher schon mehr als 10 versionen von photoshop im gebrauch – da merkt man, dass sich etwas tut. also wenn kritik, dann bitte zur aktuellen version. sonst bringt das nix.

    so wie du finde ich übrigens die funktion als kopie speichern sinnlos.

    warum bestimmte buttons länger gedrückt werden müssen hat einen simplen grund. ein button beherbergt eine werkzeuggruppe. würden alle eingeblendet werden wäre ein kleiner bildschirm schnell voll mit buttons. in illustrator cs4 ist man übrigens schon ein wenig weiter, dort kann man die gruppe sogar herausziehen, falls man öfter wechseln muss.
    illustrator geht generell prima zu personalisieren dort kann man sich die oberfläche nach wunsch einrichten und als datei abspeichern. da hat photosphop vielleicht noch etwas aufholbedarf. allerdings lag der schwerpunkt der entwickler von pscs4 sinnvollerweise wo anders. aber kommt zeit kommt verbesserung.

    also ich wehre mich total dagegen die adobe produktpallette schlecht zu machen! bestimmt gibt es den einen oder anderen sinnvollen verbesserungsvorschlag. aber alles mit maß und ziel. ETWAS SCHLECHT MACHEN IST EINFACH! Schwer ist es allerdings etwas zu verbessern.

    mich ärgert die monopolstellung von adobe auch, aber das liegt daran, weil es wenig konkurrenz gibt, die in diesem sektor mithalten kann! meine hoffnung gilt der opensource-szene.

    an dieser stelle bitte ich um rege beteiligung am entwicklungsprozess diverser freewarealternativen.

  6. ein jemand sagt:

    edit://
    was deine kritik zur steuerung der voreinstellungen betrifft, kann ich nur sagen, dass wenn du

    (ohne wenn du)
    hab keinen edit button gefunden.

  7. noch ein jemand sagt:

    Ein Software für den Grafiker als Nicht-Profi zu verwenden und dann auch noch zu kritisieren, dazu gehört schon viel Mut dazu!

    Ein typisch österreichische Syndrom, alles andere schlecht zu machen, nur weil man es selber nicht kapiert!

    Benutze einfach Paint, damit gehts sicher einfacher für Dich!

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