Post Urlaubspostfach // Keine Werbung

Ich war längere Zeit auf Urlaub und habe deshalb bei der Österreichischen Post ein Urlaubspostfach angefordert. Dieser Vorgang ist bekanntlich kostenpflichtig. Zu meiner Verärgerung fand sich nach Ende meiner Reise etwa 1/3 der Post doch in meinen komplett überfülltem Briefkasten.
Diese waren zu über 90% Werbesendungen.

Da diese Werbesendungen bei mir üblicherweise sowieso sofort in die Altpapiertonne, welche direkt neben den Briefkasten steht.
Ich wollte nach dem ursprünglichem Ärger mit dem Uraubspostfach nun auch die Werbesendungen abbestellen.

Vor Jahren hat die Post hierfür das schriftliche Einverständnis des Wohnungs- und Hausbesitzers gefordert. Als Mieter war mir damals das Abbestellen der Werbung nicht möglich.
Nachdem ich nun selbst Wohnungsbesitzer bin, startete ich einen neuen Anlauf.
Zz sieht das Prozerdere wie folgt aus:
Man sendete eine Brief an ein Wiener Postfach inklusive frankiertes Retourkuvert.
Dafür bekommt man einen Aufkleber zugesandt, welchen man auf den Postkasten klebt.

Viel einfacher würde es gehen, wenn man diesen Aufkleber direkt am Postamt abholen könnte. (Und wenn die Öffnungszeiten der Postämter noch besser für auf die Bedürfnisse berufstätiger Menschen abgestimmt werden.)

Meiner Meinung nach wird hier der Aufwand bewußt erhöht um der Post möglichst wenig vom Werbegeschäft entgehen zulassen.

Wenn man solch wenig kundenorientiertes Verhalten bei PostBEAMTEN erlebt, sinkt das Verständnis den Widerstand Postgewerkschaft gegenüber Einsparungsmaßnahmen massiv.

(3.88 von 5 Sternen, Durchschnitt nach 24 Bewertungen)
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4 Kommentare zu “Post Urlaubspostfach // Keine Werbung”

  1. Josef sagt:

    1)In ein Urlaubsfach werden nur Sendungen hinterlegt die von der Post AG befördert werden. Private Verteiler/Zusteller können darauf nicht zugreifen, bzw. wissen auch nicht dass ein Urlaubsfach besteht.
    2)Den Verzichtsaufkleber konnte man früher tatsächlich in jedem Postamt bekommen. Aber er galt nur für Werbesendungen die von der Post befördert wurden. Private Verteiler/Zusteller brauchten sich nicht um diesen Aufkleber zu kümmern. Das ist nun Anders. Mit den neuen Auklebern haben sich alle Verteiler dazu verpflichtet diesen zu beachten. Daher wird der Aufkleber nun nur noch an Zentraler Stelle ausgegeben.
    3)Ein kundenorientiertes Verhalten kann ich den Postlern nicht absprechen. Denn auch die Werbewirtschaft ist ein Kunde der Post AG.

  2. Johannes sagt:

    Den Sticker kannst du auch direkt aus dem Internet runterladen und musst nicht umständlich über das frankrierte Rückkuvert gehen. Zu finden ist der Link in den Tweets von ArminWolf auf Twitter. Oder auf Google :-)

  3. Sepp sagt:

    Habe den Aufkleber selber ausgedruckt und auf meinen Briefkasten geklebt. Nach ein paar Wochen wurde dieser heruntergerissen und mein Postfach war wieder voller Werbung. Darauf hin habe ich dem Amtsleiter den Kopf gewaschen.

    Nun bekomme ich keine Werbung mehr. Auch ohne dem Pickerl aud dem Postfach.

  4. orga sagt:

    die frage sollte lauten, warum es der werbeindustrie überhaupt gestattet ist, ihren werbemüll in fremden postkästen zu verteilen. ich behaupte, dass mehr als 50% der werbung ungelesen weggeworfen wird. folglich wäre eine “opt-in” statt einer “opt-out”-lösung demokratischer. wer unadressierte werbung haben will, sollte einen aufkleber anbringen müssen, nicht umgekehrt.

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