Parkgarage des Schreckens

Eine Kurzgeschichte (mit Bildern)

Wer zur Preisverleihung des Frustikus 2010 nicht mit dem Auto gekommen ist – hat sich einigen Frust erspart

  • dass Parkplätze in Wien rar sind, ist nichts Neues
  • dafür gibt es ja Parkgaragen
  • aber nicht immer ist es so “schrecklich” (im Sinne von erschreckend/frustrierend) wie am Ludo Hartmann Platz
  • der Automat bei der Einfahrt schaut zwar so aus, wie viele andere, aber trotzdem funktioniert er nicht so, wie man es erwarten würde
  • der Druck auf die Ticket-Taste bringt nämlich gar nichts – keine Rückmeldung, keinen Hinweis, kein Ticket, einfach NICHTS
  • also Druck auf die Info-Taste
  • nach einiger Zeit des Wartens und Piepsens meldet sich eine kaum verständliche Stimme “ja?” (oder so ähnlich)
  • auf die Frage, wie man hier parken könne kommt die Antwort “mit Scheckkarte”
  • ah ja, da ist ja auch in einiger Entfernung ein Leuchtschild mit der Aufschrift “Kurzparken nur mit:” und den Abbildungen einiger Kredit- und Kundenkarten
  • also Bankomat-Karte eingeschoben – in der Hoffnung, dass sie nicht als Pfand zurückgehalten wird
  • klappt ja wunderbar, die Karte wird tatsächlich wieder ausgegeben, der Schranken und das Rolltor öffnen sich
  • zwar bleibt eine gewisse Unsicherheit zurück, wie man wieder an sein Fahrzeug kommt, nachdem die Türe zum Parkdeck ins Schloss gefallen ist – aber immerhin hat man ja jetzt einen Parkplatz
  • rund zwei Stunden später: die nächste Rätselaufgabe beim Zugang zur Parkgarage
  • ein toller Automat von SkiData (access unlimited)
  • und am Display die Aufforderung “Please insert ticket”
  • hoppal!? welches Ticket? ich hab doch keines bekommen…
  • aber in der unteren Ecke ist symbolisch ja unter anderem auch wieder eine Kreditkarte abgebildet
  • beibt vorerst nur die Frage offen, wohin damit?
  • nach einigen Versuchen gelingt es mir, die Karte quer und mit dem Magnetstreifen in der richtigen Lage durch den nach hinten versetzten Schlitz zu ziehen und so die Türe zu Öfnnen
  • immerhin muss man hier die Scheckkarte nicht aus der Hand geben
  • bei der Ausfahrt folgt dann – zuerst – die freudige Überraschung, denn das Rolltor öffnet sich ohne weiteres Zutun
  • dann allerdings steht an vor dem Schranken an der Ausfahrt das Rolltor ist inzwischen wieder geschlossen
  • wieder ein Automat, aber diesmal nur mit Datum und Uhrzeit am Display
  • also versuche ich mutig durch Einschieben der Scheckkarte doch noch auch den Schranken zu überwinden
  • die Anzeige der Parkkosten blitzt kurz am Display auf
  • die Karte wird wieder ausgeworfen
  • der Schranken öffnet sich
  • endlich wieder in FREIHEIT!
  • naja, ein Beleg für die Parkkosten wäre nett gewesen – aber die Freiheit ist doch mehr wert als en Stückchen Papier
  • und nächstes Mal fahre ich auch mit der Straßenbahn

offen bleibt die Frage, warum bei dieser Parkgarage so ziemlich alles anders ist, als bei vielen anderen – die Umwelt freundlich Einsparung des Tickets für Kurzparker wird ja wohl nicht der Grund gewsen sein

der Parkgaragen-Automat des Schreckens ...

der Parkgaragen-Automat des Schreckens ...

(3.40 von 5 Sternen, Durchschnitt nach 5 Bewertungen)
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1 Kommentar zu “Parkgarage des Schreckens”

  1. MH sagt:

    1. Lesen bringt den entscheidenden Vorteil
    2. Warum ist bei dieser Garage so ziemlich alles anders, als bei anderen? Nur weil keine Tickets ausgegeben werden? Das ist nämlich schon der einzige Unterschied zu den vielen anderen Garagen.
    3. Parken Sie bitte bloß niemals in einer automatischen Garage. Dort wird der PKW wie von Geisterhand mit einer Palette in ein Hochregallager befördert. Huuuuh Huuuh, Magie! Hier wäre ihre Anmerkung wohl richtig.
    4. Wenn Sie diese kleine Abweichung von Ihrer Norm schon so aus der Fassung bringt, sollten Sie wohl besser wie erwähnt mit der Strassenbahn fahren. Aber Vorsicht: auch hier gibt’s Unterschiede….

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